понедельник, 30 апреля 2012 г.

Das Ende der Goldwährung


Mit Ausbruch des Ersten Weltkriegs war zugleich die Epoche der Goldwährung zu Ende. Die meisten National- und Zentralbanken gaben keine Goldmünzen mehr aus für ihre Banknoten. Es begann endgültig das Zeitalter des Papiergelds. Der Spruch „Nur Bares ist Wahres“ machte die Runde, worunter man vor allem Goldstücke verstand. Nach dem Krieg wurde nun Deutschland im Versailler Vertrag eine kaum zu bezahlende Summe als Kriegsschuld auferlegt. Aus dem Zahlungsverkehr
verschwanden zuerst die Silbermünzen, dann die anderen Stücke, schließlich gab es gar kein Metallgeld mehr, sondern nur noch Papiergeld, das immer weniger Wert war. Schließlich kam es zu
einer gigantischen Inflation, die 1923 ihren Höhepunkt fand. Zur Kaiserzeit in Goldmark ersparte Vermögen auf Konten und als Papiergeld waren wertlos, nur die alten Goldstücke, Sachwerte,
Grund und Boden und „harte Devisen“ hatten Bestand.


Schon während des Ersten Weltkriegs gab es überall in Deutschland erheblichen Kleingeldmangel, überall wurde Notgeld in Münz- und Papierform ausgegeben. Diese schweren Jahre bescherten den Sammlern eine Vielzahl von interessanten Münzen und Geldscheinen, doch allein darüber gibt es
umfangreiche Werke und Kataloge.
Einige Städte und Gemeinden entdeckten eine gute Einnahmequelle und druckten „Bildernotgeld“, das gar nicht als Geldersatz, sondern nur für Sammler produziert wurde.
Erst durch Einführung der „Rentenmark“ im November 1923 wurde das deutsche Geldwesen wieder stabilisiert, eine Billion Mark wurde gegen 1 Rentenmark umgetauscht (1 Rentenmark = 100 Rentenpfennig). Gedeckt war diese Währung nicht durch Gold, sondern durch den gesamten deutschen landund forstwirtschaftlichen Besitz. Der Kurs zum Dollar betrug wieder 4,20 Mark. 1924 wurde die Reichsmark zu 100 Reichspfennig als „Goldkernwährung“ eingeführt. Dies bedeutete: nicht mehr an Privatpersonen wurde Gold für präsentierte Banknoten in Münzform auf Verlangen ausgegeben wie bis 1914, sondern nur zwischen den Nationalbanken sollte es fließen, beispielsweise zum Ausgleich von Defiziten in Zahlungsbilanzen.
Doch mit Ausbruch der Weltwirtschaftskrise 1929 werteten die meisten Nationalbanken ihre Währung gegenüber anderen Währungen und dem Gold ab. Zugleich wurde die Einlösungspflicht von Banknoten in Gold praktisch überall in der Welt aufgehoben. Die so genannten „goldenen Zwanziger Jahre“, die nichts mehr mit Goldmünzen zu tun hatten, waren bald vorbei.
Nach Hitlers Machtergreifung wurde bald ein gigantisches Rüstungsprogramm beschlossen, das viel Geld erforderte und durch „Pump“ finanziert wurde. Zugleich wurde der Außenhandel kontrolliert und Devisen streng bewirtschaftet. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, noch vorhandene Goldmünzen der Kaiserzeit gegen Papiergeld abzuliefern. Nach Kriegsausbruch wurden fast alle Waren und Lebensmit-
tel rationiert, und die Bevölkerung spürte so nicht sofort, wie wertlos die Reichsmark schon war.
Erst nach dem Krieg stellte sich heraus, dass das Geld praktisch keinen Wert mehr hatte, weil kein entsprechendes Warenangebot dafür vorhanden war. Schwarzmarkt und Tauschhandel blühten. Als beliebtester Geldersatz fungierten amerikanische Zigaretten. 1948 gab es schließlich eine Währungs-
reform, zuerst in den Westzonen, danach in der Sowjetzone, nachdem sich die Westmächte nicht mit der UdSSR über ein einheitliches Vorgehen in allen Besatzungszonen einigen konnten.
Zwei unterschiedliche Währungen führten schließlich 1949 zu zwei deutschen Staaten. Die neuen Währungen, DM-West und DM-Ost, entstanden also bevor es die Bundesrepublik und die DDR
gab. Und die Mark der DDR verschwand am 30. 6. 1990, sie wurde durch die DM ersetzt, noch bevor auch die DDR mit der Wiedervereinigung am 3. 10. 1990 zu existieren aufhörte.

Der Dollar – gut wie Gold bis 1971

Als das Ende des Zweiten Weltkriegs absehbar war, erlebte das gelbe Metall noch einmal eine Renaissance in der Geldwirtschaft. Unter der Führung der USA wurde 1944 in Bretton Woods über
die Weltwirtschaftsordnung nach Kriegsende beraten. Die Amerikaner hatten einen gigantischen Goldschatz in Fort Knox zusammengetragen und versicherten, dass zukünftig ihre Dollars so gut wie Gold seien. Denn jederzeit würde man internationale Dollarguthaben zu einem Kurs von 35 $ in 1 Feinunze (31,103 g) Gold eintauschen.


Auf dieser Relation zwischen Dollar und Gold beruhte das Weltwährungsgefüge nach dem Zweiten Weltkrieg lange Zeit. Gewinner des Weltwährungsabkommens waren in jedem Falle die USA. Ihre „Greenbacks“, so nennt man die US-Dollar-Scheine wegen der grünen Rückseite ihrer Scheine häufig, waren in aller Welt begehrt und lange Zeit tatsächlich so gut wie Gold. Viele Länder verzichteten auf die Bildung eigener Goldschätze und hielten Devisenreserven vorrangig in US-Währung.
Für die Amerikaner war das Abkommen von Bretton Woods von großem Vorteil, denn die Welt akzeptierte die US-Währung wegen der hohen Sicherheit. Doch schon in den siebziger Jahren kam es zu Verwerfungen im Weltwährungsgefüge. Während des Vietnam-Kriegs wuchsen die Staatsschulden Amerikas und das Außenhandelsdefizit nahm bedrohliche Ausmaße an. Am 15. August 1971 erklärte US-Präsident Nixon in einer sonntäglichen Fernsehansprache überraschend, dass die Einlösepflicht
des Dollars aufgehoben sei. Dies war, um es einfach zu formulieren, zugleich der Anfang vom Ende des Goldes im Weltwährungssystem.

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